Behandlung von

Abhängigkeitserkrankungen

Ab­hän­gig­keits­er­kran­kun­gen haben eines ge­mein­sam: den Ver­lust von Kon­trol­le über wich­ti­ge Be­rei­che des Tuns und Las­sens. Die Fol­gen die­ses Ver­lus­tes an per­sön­li­cher Frei­heit sind see­li­sche, kör­per­li­che und/oder so­zia­le Schä­di­gun­gen. Neben der Ab­hän­gig­keit von le­ga­len Sucht­stof­fen (Al­ko­hol, Ni­ko­tin und Me­di­ka­men­ten) und il­le­ga­len Dro­gen (Am­phet­ami­nen, Ec­sta­sy, Ha­schisch, He­ro­in, Ko­ka­in etc.) gibt es nicht-sub­stanz­ge­bun­de­ne Süch­te wie u.a die Spiel- und In­ter­net­sucht.

Die häu­figs­te Ab­hän­gig­keit ist (neben der Ta­bak­ab­hän­gig­keit) die Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit. Die Be­hand­lung der Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit und deren Fol­ge­er­kran­kun­gen ist Schwer­punkt der Sta­ti­on P2. Eine aus­schlie­ß­lich kör­per­li­che Ent­gif­tung in­ner­halb kur­zer Zeit er­mög­licht nur sel­ten einen lang­fris­ti­gen The­ra­pie­er­folg. Bei der von uns an­ge­bo­te­nen qua­li­fi­zier­ten Ent­zugs­be­hand­lung über einen Zeit­raum von 14 Tagen ste­hen neben der Be­hand­lung der Ent­zugs­sym­pto­me sowie kör­per­li­cher Be­glei­ter­kran­kun­gen the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men zur Stär­kung der ei­ge­nen Ab­sti­nenz­mo­ti­va­ti­on und Pla­nung einer rea­lis­ti­schen wei­ter­füh­ren­den The­ra­pie im Zen­trum der Be­hand­lung.

Ele­men­te der

Be­hand­lung

  • Ärztlich/psychologische Visiten
  • Qualifizierte und ggf. medikamentengestützte Entgiftungsbehandlung
  • Spezifische Therapie komorbider Störungen (wie z. B. Depression oder Angsterkrankungen)
  • Einzel- und Gruppentherapien zur Stärkung der Abstinenzmotivation, Ressourcenorientierung und Therapietreue
  • Ergo-, Tanz- , Musik- und Physiotherapeutische Gruppentherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Psychosoziale Beratung über weiterführende Rehabilitationsmöglichkeiten
  • Enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Suchthilfe

In un­se­rer In­sti­tutsam­bu­lanz bie­tet sich be­reits vorab die Mög­lich­keit einer in­di­vi­du­el­len The­ra­pie­pla­nung der not­wen­di­gen am­bu­lan­ten, teil­sta­tio­nä­ren oder sta­tio­nä­ren the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men.

Die Auf­nah­me er­folgt in der Regel nach te­le­fo­ni­scher Vor­an­mel­dung ge­plant, im Not­fall (z.B. schwe­re Ent­zugs­sym­pto­ma­tik, Sui­zi­da­li­tät, schwe­re kör­per­li­che und/oder psy­chi­sche Be­glei­ter­kran­kun­gen) ist eine not­fäl­li­ge Vor­stel­lung je­der­zeit mög­lich.

Behandlung von

psychotischen Erkrankungen

Unter dem Be­griff „Psy­cho­se“ oder „psy­cho­ti­sche Stö­rung“ wer­den Krank­hei­ten zu­sam­men­ge­fasst, bei denen das Den­ken, Füh­len, Wahr­neh­men, Wol­len und Han­deln be­ein­träch­tigt sind – oft­mals so stark, dass der Bezug zur Rea­li­tät ge­stört ist oder ver­lo­ren geht.

Psy­cho­sen sind keine sel­te­ne Er­kran­kung. Welt­weit er­krankt ca. 1 % aller Men­schen im Laufe ihres Le­bens an einer be­hand­lungs­be­dürf­ti­gen psy­cho­ti­schen Stö­rung.

Bei der Krank­heits­ent­ste­hung spie­len Fak­to­ren wie ge­ne­ti­sche und bio­gra­phi­sche Ein­flüs­se, mul­ti­ple Stres­so­ren und ein Ver­sa­gen von Be­wäl­ti­gungs­stra­te­gi­en eine Rolle. Nach einer um­fas­sen­den Dia­gnos­tik und dem Aus­schluss or­ga­ni­scher Ur­sa­chen für psy­cho­ti­sche Sym­pto­me, be­inhal­tet daher auch die auf der Sta­ti­on P2 an­ge­bo­te­ne mo­der­ne The­ra­pie der schi­zo­phre­nen Psy­cho­sen un­ter­schied­li­che Be­hand­lungs­bau­stei­ne.

Ele­men­te der

Be­hand­lung

  • Etablieren einer therapeutischen Beziehung
  • eine gemeinsame Entscheidung über die weitere auch medikamentöse Therapie
  • Einbeziehung der Angehörigen und anderen Bezugspersonen im Einvernehmen mit den Betroffenen
  • Psychoedukation zur Vermittlung eines individuellen Krankheitskonzepts mit Kenntnis über protektiven Faktoren (z.B. Stressbewältigung), Frühwarnsignale, Erarbeitung eines individuellen Notfallplans.
  • kognitives Training in der Gruppe und durch ein computergestütztes Programm
  • Training alltagspraktischer Fähigkeiten
  • Ergo-, Physio-, Tanz- und Musiktherapie
  • Soziotherapeutische Maßnahmen zur Wiedereingliederung und Reduzierung sozialer Belastungsfaktoren

Dar­über hin­aus wer­den bei ent­spre­chen­der In­di­ka­ti­on Me­tho­den wie die re­pe­ti­ti­ve tran­s­kra­ni­el­le Ma­gnet­sti­mu­la­ti­on (rTMS), sowie die tran­s­kra­ni­el­le Gleich­strom­sti­mu­la­ti­on (tDCS) bei Ne­ga­tiv­sym­pto­ma­tik, post­psy­cho­ti­scher De­pres­si­on oder per­sis­tie­ren­den akus­ti­schen Hal­lu­zi­na­tio­nen an­ge­bo­ten. Auch be­steht in un­se­rer Kli­nik die Mög­lich­keit der Elek­tro­kon­vul­si­ons­the­ra-pie (EKT), wel­che in Zu­sam­men­ar­beit mit der Kli­nik für An­äs­the­sie er­folgt.

Nach dem stationären Aufenthalt besteht die Möglichkeit einer ambulanten Weiterbetreuung in unserer psychiatrischen Institutsambulanz (PIA).

Pflegerische Stationsleitung
Erkan Uyan

Mail e.​uyan@​kreiskliniken-dadi.​de

Oberärztliche Leitung
Dr. med. Gregor Rogge

Mail g.​rogge@​kreiskliniken-dadi.​de


Fon 0 60 78 / 79 - 2968
Fax 0 60 78 / 79 - 1841​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​


Anschrift

Zentrum für
Seelische Gesundheit

 

Station P2
Kran­ken­haus­stra­ße 7
64823 Groß-Um­stadt