Allgemeine Informationen

 

Werden Angehörige und Freunde in die Behandlung einbezogen?

Die Einbeziehung von Angehörigen und Freunden in die Behandlung ist uns wichtig. Wir bieten Ihnen gerne einen Termin für ein gemeinsames Gespräch im Rahmen der Behandlung an. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir an die ärztliche Schweigepflicht gebunden sind und Angehörigen nur dann Auskunft geben dürfen, wenn der Patient hiermit einverstanden ist

 

Kann ich Besuch bekommen?

Besuche von Angehörigen und Freunden sind selbstverständlich möglich und wichtig. Um den Patienten die Teilnahme am therapeutischen Programm zu ermöglichen, kommen Sie bitte möglichst außerhalb der individuellen Therapiezeiten zu Besuch. Die allgemeine Besuchszeit liegt zwischen 9.00 Uhr und 20.00 Uhr. Den Besuch von Kindern unter 14 Jahren sprechen Sie bitte vorher mit uns ab. Das Mitbringen von Hunden auf das Klinikgelände ist nicht gestattet.

 

Darf ich während der Behandlung die Station verlassen?

Im Aufnahmegespräch und im Behandlungsverlauf wird das Behandlungsteam mit Ihnen besprechen, ob Gründe vorliegen, die dagegen sprechen, dass Sie sich auf dem Klinikgelände oder im Ort frei bewegen können. Bei akuten Gefährdungsaspekten wie beispielsweise einem schweren Entzugssyndrom, stark eingeschränkter Orientierung oder Suizidgedanken ist es notwendig , dass Sie die Station nicht oder nur in Begleitung verlassen.

 

Welche Kleidung soll ich mitbringen?

Mit bequemer, witterungsangepasster Freizeitkleidung sind sie für die Behandlung gut „ausgerüstet“. Für bewegungstherapeutische Angebote sind Sportschuhe sinnvoll. Eigene Handtücher bringen Sie bitte mit.

Für Patienten, die keine Möglichkeit haben, saubere Wäsche gebracht zu bekommen, steht eine Waschmaschine zur Verfügung.

 

Was ist beim Mitbringen von Geld/Wertgegenständen zu beachten?

Bitte bringen Sie keine größeren Geldbeträge oder Wertgegenstände mit in die Klinik. Wir haben auf den Stationen nur eingeschränkt die Möglichkeit, diese sicher für Sie zu verwahren. Ein Geldautomat steht in der Eingangshalle des Hauptgebäudes zur Verfügung. Für den Verlust von Geld und Wertgegenständen haftet die Klinik nicht.

 

Wie sind die Mahlzeiten geregelt?

Die Patienten nehmen die Mahlzeiten gemeinsam im Aufenthaltsraum der Station ein. Bitte teilen Sie uns bei der Aufnahme mit, wenn Sie besondere Kostformen benötigen.

 

Wie sehen die Zimmer und die Stationen aus?

Unsere moderne Klinik wurde im Jahr 2011 gebaut. Die meisten Zimmer sind große, helle Zweibettzimmer mit eigenem Bad, einige Zimmer sind als Einzelzimmer gestaltet. Auf den Stationen steht Ihnen ein großer Aufenthaltsraum sowie je nach Station verschiedene zusätzliche Aufenthaltsräume zur Verfügung.

 

Was ist mit der Nutzung von Handy, Internet und Computern?

Sie können während der Behandlung selbstverständlich Ihr Handy nutzen. Bitte schalten Sie dieses aber während der Therapiezeiten ab. Selbstverständlich ist es nicht gestattet, Mitpatienten oder Mitarbeiter ohne deren ausdrückliche Einwilligung im Rahmen der Behandlung zu fotografieren.

Jede Station hat ein Patiententelefon im Aufenthaltsraum. Die Nummer erfragen Sie bitte bei Ihrer Aufnahme. Über dieses Telefon sind Sie für Ihre Angehörigen auf Station erreichbar.

In der Klinik besteht kein öffentlicher WLAN-Zugang. Außerhalb der Therapien können Sie in Absprache mit dem Behandlungsteam mitgebrachte Laptops/Tablets nutzen. Für eine Beschädigung oder den Verlust haftet die Klinik nicht.

 

Kann ich während der Behandlung Auto fahren?

Einschränkungen der Fahrtauglichkeit können sowohl aufgrund einer psychischen Erkrankung bestehen als auch Folge der verordneten Medikation sein. Bei den meisten unserer Patienten ist aufgrund der akuten Erkrankung das Führen eines Fahrzeuges nicht sinnvoll und mit Gefahren verbunden. Bitte besprechen Sie diese Frage mit ihrem behandelnden Arzt. Bezüglich etwaiger Einschränkungen der Fahrtauglichkeit nach der Entlassung aus der stationären Behandlung werden wir Sie ausführlich aufklären.

 

Brauche ich unbedingt Medikamente?

In der modernen psychiatrischen Behandlung haben Medikamente ihren festen Platz in einem Gesamtbehandlungskonzept. Wir behandeln gemäß nationaler und internationaler Expertenleitlinien. So sind Medikamente oft unverzichtbar zur Behandlung von psychotischen Störungen, schweren Depressionen, ausgeprägten Ängsten oder Verwirrtheitszuständen. Viele Ängste im Zusammenhang mit der Einnahme moderner Psychopharmaka sind unbegründet. Oftmals sind Patienten erst dank der Einnahme von Medikamenten in der Lage, psychotherapeutische Angebote wahrzunehmen. Medikamente bieten bei einigen psychischen Störungen (wie Psychosen oder bipolaren Störungen) den wichtigsten Schutzfaktor vor einer erneuten Erkrankung. Medikamente und andere therapeutische Verfahren schließen sich nicht aus, vielmehr werden bei vielen Erkrankungen die besten Behandlungserfolge durch die Kombination beider Maßnahmen erreicht.

Wir beraten Sie ausführlich im Hinblick auf die aus unserer Sicht notwendige Medikation. Auch die Ablehnung einer notwendigen Medikation kann erhebliche Risiken bedeuten, die wir mit Ihnen besprechen

 

Gibt es ein seelsorgerisches Angebot?

In den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg steht Ihnen ein seelsorgerisches Angebot der katholischen und evangelischen Kirche zur Verfügung. Näheres hierzu finden Sie auf einem Aushang auf den Stationen. Auch eine seelsorgerische Begleitung für Patienten anderer Glaubensrichtungen kann bei Bedarf ermöglicht werden.

 

Werden in der Klinik auch Behandlungen gegen den Willen des Patienten durchgeführt?

Die meisten Patienten kommen freiwillig in unsere stationäre Behandlung. Im Rahmen schwerer psychischer Erkrankungen können die Betroffenen jedoch manchmal selbst nicht erkennen, dass sie dringend psychiatrische Hilfe benötigen (beispielsweise bei akuten Verwirrtheitszuständen, schweren psychotischen Erkrankungen oder drohender Suizidalität). Wenn ernste Gefährdungen bestehen und es nicht anders geht, werden Patienten auch gegen ihren Willen hierher eingewiesen. Hier gelten genaue gesetzliche Bestimmungen, die wir mit dem Betroffenen besprechen. Unser Ziel ist es, dass die Patienten möglichst bald wieder die Verantwortung für sich selbst übernehmen und an der Behandlung aus eigenem Entschluss mitarbeiten können.

Manchmal kann es vorübergehend nötig sein kann, Patienten zu ihrem eigenen Schutz oder zum Schutz anderer auch gegen ihren Willen zu behandeln oder weitergehend zu schützen. Hierzu sind wir als psychiatrisches Krankenhaus verpflichtet. Wir behandeln dies nicht als Geheimnis, sondern benennen es offen. Dies ist für uns Teil der verantwortungsvollen Versorgung und Behandlung unserer Patienten. Dabei richten wir uns stets nach den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben.

Alle Mitarbeiter der Klinik werden regelmäßig in Deeskalationstechniken geschult. Dies trägt dazu bei, dass die Anwendung von Maßnahmen gegen den Willen der Patienten die Ausnahme darstellt.

Wir bieten unseren Patienten an, für den Fall einer Wiederaufnahme eine Behandlungsvereinbarung abzuschließen. In dieser Vereinbarung halten wir ganz individuell miteinander fest, welche Maßnahmen im Rahmen einer akuten psychischen Krise sich bei Ihnen als hilfreich erwiesen haben. Dies hat auch zum Ziel, bei zukünftigen Behandlungen in unserer Klinik Maßnahmen gegen den Willen des Patienten zu verhindern.

 

Welche „Regeln“ gelten während der Behandlung?

Es ist uns wichtig, dass in unserer Klinik ein persönliches und wertschätzendes Klima herrscht. Ein gutes „zwischenmenschliche Klima“ ist wichtig für eine gute Behandlung. Damit dies gelingt, müssen sich auch Patienten an Regeln des Umganges miteinander halten. Hierzu gehört die Respektierung der Privatsphäre der Mitpatienten (z.B. nicht in die Zimmer anderer Patienten zu gehen), der gewaltfreie und respektvolle Umgang miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme , die Teilnahme an Morgen- und Abendrunden auf der Station (wo Belange der Station besprochen werden) sowie die Übernahme von Aufgaben auf der Station. Wir fühlen uns mit Ihnen dafür verantwortlich, dass diese Regeln eingehalten werden können. Die einzelnen Stationen besprechen im Rahmen der Aufnahme mit Ihnen die individuellen Regelungen der Station.

Der Konsum von Drogen und Alkohol gefährdet das Behandlungsbündnis in unserer Klinik und kann zu einer vorzeitigen Entlassung führen. Bei strafbarem Verhalten gilt, was auch außerhalb der Klinik gilt.

 



 

Kontakt

Zentrum für Seelische Gesundheit

 

Ärztlicher Leiter:

Chefarzt

Prof. Dr. med. Thomas Wobrock

 

Sekretariat:

Frau Claudia Schlüter

 

Telefon 0 60 78 / 79 - 2901

Telefax 0 60 78 / 79 - 1836

 

c.schlueter@kreiskliniken-dadi.de

www.zentrum-fuer-seelische-gesundheit.com