Station P 1

 

Krisenbewältigung und psychische Erkrankungen des höheren Lebensalters

 

 

Krisenbewältigung

Psychische Krisen können viele Auslöser und Ursachen haben. Eine Krise entsteht, wenn Grenzen der individuellen Belastbarkeit überschritten sind, Bewältigungsstrategien sich als nicht hilfreich erweisen, notwendige Unterstützung nicht ausreichend zur Verfügung steht. Krisen können zu behandlungsbedürftigen Störungen führen, die schnelle und professionelle Hilfe erforderlich machen. Psychische Krisen können sowohl bei vorbestehenden psychischen Störungen (z. B. Psychose, Demenz, Depression) als auch

„aus heiterem Himmel“ auftreten.

 

Symptome akuter Krisen können sein

 

  • Hoffnungslosigkeit bis zu Lebensüberdruss und
  • Suizidgedanken
  • Selbstschädigendes oder selbstgefährdendes
  • Verhalten (z. B. Selbstverletzung)
  • Psychotische Symptome (z. B. wahnhafte Ideen, Halluzinationen)
  • Fremdgefährdendes Verhalten (z. B. Aggressivität)

 

Auf der Station P1 finden Betroffene und ihre Angehörigen schnelle, individuelle und professionelle Hilfe und Unterstützung. Wir nehmen mit Ihnen die aktuelle Krise in den Fokus und erarbeiten mit Ihnen Lösungsmöglichkeiten. Wenn eine längerfristige psychotherapeutische Behandlung notwendig ist, beraten wir Sie zu entsprechenden ambulanten und stationären Behandlungsangeboten.

 

Bei der Behandlung ist uns eine wertschätzende, an Ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Plänen orientierte individuelle Unterstützung wichtig.

 

Angehörige, Freunde, ambulante Behandler und Helfer beziehen wir mit Zustimmung der Patienten in die Behandlung ein. Der Kontakt zu Ihrem sozialen Umfeld soll während der stationären Behandlung erhalten bleiben. Die gemeinsame Erarbeitung einer guten Entlassungsperspektive ist wichtiger Bestandteil der Behandlung.

 

Elemente der stationären Behandlung

 
  • Ärztlich-medizinische Diagnostik,
  • ggf. psychologische Testung
  • Pflegerische Diagnostik
  • Ärztliche Visiten
  • Einzeltherapeutische Gespräche
  • Medikamentöse Therapie
  • Bei Bedarf Familiengespräche
  • Bezugspflege
  • Gruppentherapeutische Angebote
  • Spezielle Therapieangebote für einige
  • Störungsbilder (z. B. DBT-Elemente)
  • Ergotherapie
  • Bewegungstherapie
  • Sozio- und Milieutherapie
  • Musiktherapie
  • Tanztherapie
  • Sozialarbeiterische Unterstützung
  • Entlassungsmanagement

 

Eine tagesklinische Weiterbehandlung nach dem Ende der stationären Krisenintervention ist ebenso möglich wie die ambulante Weiterbehandlung in unserer Institutsambulanz. Wir unterstützen und beraten Patienten zu weiterführenden ambulanten Hilfsangeboten und arbeiten mit allen Hilfeanbietern des Landkreises eng zusammen (z.B. ambulant betreutes Wohnen, tagesstrukturierende Maßnahmen, berufliche Rehabilitations-maßnahmen)

 

 

Psychische Erkrankungen des höheren Lebensalters

In unserer Gesellschaft erreichen immer mehr Menschen ein immer höheres Lebensalter. Das Alter stellt uns vor vielfältige neue Herausforderungen – die Änderung des beruflichen Status, Veränderungen der Familienstruktur, körperliche Einschränkungen und Erkrankungen sowie ein oftmals erhöhter Unterstützungsbedarf sind typische Probleme des höheren Lebensalters.

Im höheren Lebensalter kommt es oftmals zu einem Symptomwandel bereits langjährig bekannter psychischer Erkrankungen. Manche psychischen Störungen treten typischerweise erstmals im höheren Lebensalter auf.

 

Gerade bei dementiellen Erkrankungen stellt jedoch eine stationäre Behandlung aufgrund der eingeschränkten Orientierungsfähigkeit oft eine erhebliche Belastung für die Betroffenen dar. Wenn jedoch eine ambulante psychiatrische Behandlung nicht ausreichend ist, kann eine stationäre psychiatrische Behandlung unumgänglich werden.

 

Eine stationäre Behandlung kann u.a. notwendig werden bei

 

  • dementiellen Erkrankungen mit wahnhafter Symptomatik, Weglaufgefahr und erheblicher Eigengefährdung im häuslichen Umfeld
  • schweren depressiven Syndromen bis hin zu Suizidalität
  • psychotischen und wahnhaften Erkrankungen
  • organisch bedingten Störungen mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung

 

 

Hier finden Betroffene und ihre Angehörigen individuelle und professionelle Unterstützung. Neben der notwendigen medizinischen Diagnostik und Behandlung ist uns die gerontopsychiatrisch-pflegerische Unterstützung insbesondere dementiell erkrankter Patienten besonders wichtig. Hierbei stehen die noch vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen der Patienten im Vordergrund.

 

Bei körperlichen Erkrankungen arbeiten wir bei Bedarf eng mit den Kollegen medizinischer Fachabteilungen unserer Klinik zusammen.

 

Elemente der stationären Behandlung

 

  • Ärztlich-medizinische Diagnostik und Behandlung, ggf. psychologische Testung
  • Pflegerische Diagnostik
  • Ärztliche Visiten
  • medikamentöse Therapie
  • Einzeltherapeutische Gespräche
  • bei Bedarf Familiengespräche
  • Bezugspflege
  • Gruppentherapeutische Angebote
  • Ergotherapie
  • Bewegungstherapie
  • Sozio- und Milieutherapie
  • Sozialarbeiterische Unterstützung
  • Entlassungsmanagement
  • bei Bedarf konsiliarische Mitbetreuung der Patienten durch die anderen Fachabteilungen unserer Klinik (z.B. Innere Medizin)

 

Bei Fragen zur häuslichen Versorgung, Angeboten zur Tagesstrukturierung bis hin zur Suche nach einer betreuten Wohnform unterstützt sie unser multiprofessionelles Team.

 

Zu unserem Team gehören

 

  • Ärzte und Psychologen
  • Qualifiziertes Pflegepersonal zum Teil mit spezieller Fachweiterbildung
  • Altenpfleger/-innen
  • Ergotherapeutin
  • Sozialarbeiterin
  • Physiotherapeutin

 

 

 



 

Kontakt

Zentrum für Seelische Gesundheit

 

Station P1

Krankenhausstraße 7

64823 Groß-Umstadt

 

Telefon 0 60 78 / 79 - 2955

Telefax 0 60 78 / 79 - 1840

Team P1

 

Sonja Holubar

Pflegerische Stationsleitung

s.holubar@kreiskliniken-dadi.de

 

Barbara Jost

Oberärztliche Leitung

b.jost@kreiskliniken-dadi.de